Mediation

 

"Mediation" heißt Vermittlung und ist eine Methode der außergerichtlichen Konfliktlösung. Sie bietet sich an, wenn die Kommunikation ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich ist, aber noch Kommunikationsbereitschaft zwischen den

 

  • Eheleuten
  • Familienmitgliedern
  • Erbengemeinschaften
  • Geschäftspartnern
  • Arbeitskollegen etc.

 

besteht und keine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt werden soll.

 

Mediationsverfahren

 

Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein bewährtes effektives und effizientes Instrumentarium zur Befriedung eines Konfliktes. Statt eines langen und teuren Rechtsstreites können in ca. 3 - 6 Sitzungen Konflikte der Parteien befriedigend gelöst werden.

 

Wichtigste Grundidee der Mediation ist die Eigenverantwortlichkeit der Konfliktparteien.  

Der Mediator ist verantwortlich für den Prozess, die Parteien sind verantwortlich für den Inhalt.  

Dahinter steht der Gedanke, dass die Beteiligten ihre Situation und die bestehenden Probleme am Besten kennen und daher besser als jedes Gericht geeignet sind, mit Unterstützung der Mediatorin, eine faire und gerechte Lösung zu finden. 

 

 

Ablauf eines Mediationsverfahrens:

 

1. Phase: Auftragsklärung

Zunächst werden die Parteien über das Mediationsverfahren, die Rolle und Haltung des Mediators informiert, für die Konfliktvermittlung wird eine Mediationsvereinbarung abgeschlossen und das weitere Vorgehen miteinander abgestimmt.

 

2. Phase: Themensammlung

Zu Beginn der zweiten Phase stellen die Parteien ihre Streitpunkte und Anliegen im Zusammenhang dar, sodass die Themen und Konfliktfelder gesammelt und für die weitere Bearbeitung strukturiert werden können.

 

3. Phase: Positionen und Interessen / Sichtweisen- und Hintergrunderkundung

In der dritten Phase beginnt die eigentliche Problembearbeitung mit der Entscheidung über das erste zu behandelnde Thema. Danach erhalten die Beteiligten Gelegenheit, ihre Sicht des jeweiligen Aspekts des Konflikts zu jedem Themenpunkt umfassend darzustellen. Informationen, Daten und Wahrnehmungen werden ausgetauscht, bevor auf die unterschiedlichen und gemeinsamen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Parteien vertieft eingegangen und damit der Konflikt umfassend erhellt werden kann. Wichtig ist in dieser Phase vor allem der Übergang von Positionen zu dahinter liegenden persönlichen Anliegen. Außerdem werden üblicherweise Maßstäbe für eine aus Sicht der Beteiligten gerechte bzw. sinnvolle Lösung entwickelt.

 

4. Phase: Sammeln und Bewerten von Lösungsoptionen

In der vierten – der kreativen – Phase werden zu den einzelnen Problemfeldern zunächst im Wege des Brainstorming Lösungsoptionen bewertungsfrei gesammelt. Nach Abschluss der  Ideenfindung werden diese Lösungsoptionen von den Mediantenbewertet und verhandelt. Der Mediator wird in dieser Phase meist das vorschnelle Beschließen von Lösungen bremsen, indem er gegenüber den Medianten hinterfragt, inwieweit die gefundenen Lösungen mit den in der vorherigen Phase ermittelten Interessen und persönlichen Anliegen der Parteien oder den vorher erarbeiteten Kriterien für eine gerechte Lösung im Einklang stehen. Auch wird der Mediator gemeinsam mit den Beteiligten überprüfen, ob und wie sich die jeweiligen Lösungsoptionen in der Realität umsetzen lassen.

 

5. Phase: Abschlussvereinbarung

Zum Abschluss der Mediation werden die Ergebnisse schriftlich festgehalten.

Darüber hinaus wird in Trennungs-/Scheidungs-/Erbmediationen  das Ergebnis üblicherweise in Form eines notariellen Vertrages vereinbart. 

 

Anwaltskanzlei

Petra Maria Müller

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